Heimfahrt Lüneburger Heide nach Augsburg Sonntag 28.07.19

Schön hier! Um 7:00 Uhr kommt ein Morgensportler vorbei! Entschuldigt sich, er will nicht stören, aber, wenn wir Frühstück wollen…. (ich will ihm schon ins Wort fallen:“das ist uns ja selten passiert, dass uns jemand zum Frühstück einlädt, in anderen Ländern ja, Deutschland eher nicht“, halte ich meinen vorlauten Mund und höre zu, was der ältere Herr zu sagen hat! Hinter der Kirche im Ort ist ein Bäcker, der hat Sonntag geöffnet, da können wir Brötchen holen!! Und stören tun wir hier niemanden! Super!! Freut uns, den Bäcker hätten wir auf Anhieb nicht gefunden, da er sein Geschäft nicht an der Hauptstraße hat!

Die Backwaren herrlich, die Bedienung freundlich! So wenn ein Tag beginnt, ist es doch schön!

Schauen uns den bezaubernden Ort an! Klein, schmuck und einfach nur schön…..

Autobahn A7, wenn alles gut läuft sind wir gegen 17 Uhr Zuhause.

Es wäre sicher lohnenswert die Heimreise auszudehnen und die Gegenden die wir durchfahren etwas näher anzuschauen, doch haben wir das diverse Male getan und eigentlich wollen wir heim!!

Der Verkehr fliesst eher in Richtung Norden sehr stark, Richtung Süden, moderat!

Viele Baustellen, vor eben einer solchen Richtung Ulm, Stau, 30 Minuten Verzögerung!

Die Autofahrer diszipliniert, bilden sogar eine Rettungsgasse!

Dann ein heftiger Regenguss, schlechte Sicht! Unwetterwarnung!

Auch das überstehen wir. Sind gut Zuhause angekommen, die Uhr zeigt 17 Uhr!

Danke lieber Dieter, das hast Du gut gemacht! Danke liebe Uschi fürs Wohnung hüten und die excellente Pflanzenbetreuung!

Berge von Post erwarten uns! Darunter 1 Strafzettel!! Wir wurden auf der Fahrt nach Norden an einer Baustelle geblitzt! 20 €!

Sonst alles gut!

Auf der Norröna Samstag 27. 7. 19 Ankunft in Dänemark / Hirtshals/Weiterfahrt in die Lüneburger Heide

Es ist warm. Wir können unsere langen Unterhosen, welche wir seit 4 Wochen tragen, ausziehen!

Auf Deck 8 hängen die Passagiere an der Reling und schauen zu,

wie das Fährschiff anlegt. Immer wieder spannend!

Die Fähre kommt pünktlich im Hafen an. 12:30 Uhr.

Es dauert dann allerdings noch eine gute Stunde, bis sich das Chaos auf den Cardecks aufgelöst hat!

Die Autos sind so eng geparkt,

dass es unmöglich ist, zu diesen zu gelangen und die Menschen stehen im Weg, weil sie nicht einsteigen können. Doch die sehr umsichtigen Einweiser regeln es perfekt und als einige Fahrzeuge vom Schiff fahren, löst sich auch das Chaos auf!

Kein Zoll, es geht flott voran.

Warm sonnig, wunďerbar!

Autofahren in Dänemark ist sehr entspannt! Wir schaffen ohne grössere Verzögerungen, die geplante Strecke bis in die Lüneburger Heide bis 18:30 Uhr!

Dieter weiss einen wunderschönen Platz in Egestorf, ein bezaubernder Ort, an welchem wir schon einige Male auf unseren Reisen in den Norden übernachtet haben!

Ruhe,

einige Spaziergänger, am Abend jedoch totale Stille! Und seit 4 Wochen wieder eine dunkle Nacht, wobei uns die Helligkeit nie gestört hat.

Auf der Norröna Donnerstag / Freitag 25./26. 7. 19 Fähre nach Dänemark Hirtshals

Der Tag auf der Fähre ist etwas eintönig. Lesen, Wasser gAuf der Nucken. War es auf der Hinfahrt zumindest sonnig und etwas wärmer, haben wir seit wir Island verlassen haben, heftigen Wind und kalt!

Das Unterhaltungsangebot beschränkt sich auf Bingo, verschiedene Belustigungen an Automaten, Hot Pots (Runde Badewannen im Freien), Schwimmbad usw. Wir haben nicht alles angeschaut!! Es ist eine Fähre und dafür ist das Angebot ausreichend!

Treffen einige Menschen, die wir bereits am Fähranleger bei der Abfahrt getroffen haben, plaudern. Tauschen Erfahrungen aus!

Umso näher wir Dänemark kommen, umso wärmer wird es! Der Wind ist dennoch sehr heftig und die windgeschützten Liegestuhl-Plätze sind meist belegt oder reserviert, es fehlt nur das Strandbadetuch!!!! Aber es findet sich immer ein Kleidungsstück, welches den gleichen Zweck erfüllt!

Am Abend treffen wir uns mit Ludwig und Anita in der Bar und plaudern. 2 nette Menschen aus TBB, die mit einem 4×4 unterwegs sind und sicherlich nicht so schnell, wenn überhaupt, diese Insel nochmals besuchen wollen, aus genannten Gründen!

Island Tag 29 Donnerstag 25. 7. 19 Von Seydisfjördur Fähre nach Dänemark Hirtshals

Guten Morgen!!!!

Letzter Tag auf Island!

Sassen gestern Abend mit Kurt und Ingrid zusammen. Haben gemeinsam gekocht und gegessen, Kurt serviert belgisches Bier. Vom Vorabend ist noch ein Rest Rotwein in der Flasche. Ein unterhaltsamer Abend.

Ingrid und die Jungs waren gestern beim Hafen und haben bereits ďie Boardingkarten bekommen, somit verkürzt sich die Wartezeit am Fähranleger. Die Passagiere fahren mit dem Bus zur Gangway die Wagenlenker füllen den Bauch des Schiffes und die „Norröna“ verlässt fast pünktlich den Hafen.

Das Wetter ist ok. Kalt, windig, aber es regnet nicht!

Blicken etwas wehmütig zurück.

So ein schönes Land, das Wetter ist zwar meist kalt und regnerisch, doch dagegen könnte man etwas tun. Gegen die invasion der Touristen jedoch ist man machtlos!

Es liegt ein Kreuzfahrtschiff im Hafen und die vorwiegend amerikanischen Gäste sind entzückt! Wir müssen im Terminal noch etwas warten und treffen auf die Gäste vom Kreuzfahrtschiff, die mit dem Bus abgeholt werden. Eine Lady aus Chicago kann sich gar nicht beruhigen. Sie will unbedingt zur Wanderung aufbrechen, die man ihr auf dem Schiff vorgeschlagen hat. Die nette Dame ist angezogen wie für einen Ausflug in die City im Herbst. Das wäre schon ok., nur die violett, silbernen Schühchen sind nicht besonders praktisch!

Von Deck 8 blicken wir zurück auf die hübsche Stadt, den Hafen und die Landschaft. Beim Wasserfall

drängeln sich bereits die überwältigten Kreuzfahrtschiff-Fahrer. Die Stadt ist vorbereitet!

Der Campingplatz leer. Autos und Touristen auf der Fähre! Schichtwechsel!

Beziehen unsere Kabine. 4 Bett Kabine, ausreichend Platz zum bewegen.

Wollen uns kurz ausruhen und schlafen ein!

Treffen uns nach dem Essen mit Ingrid und Kurt in der Bar. Verbringen einen netten Abend.

Verabschieden uns,

Ingrid und Kurt müssen um ca. 1 Uhr Nachts ihre Kabine verlassen. Sie steigen gegen 3 Uhr(?) auf den Färöer Inseln aus. Die Kabinen werden hurtig gereinigt, denn auch auf den Färöer Inseln ist Schichtwechsel! Bettenwechsel, die Touristen von Färöer fahren nach Dänemark! Wir haben die Färöer auf der Hinreise besucht! Unangenehm ist, dass die Kabinen ca. 1,5 bis 2 Stunden vor Ankunft geräumt swerden müssen, denn das Reinigen muss flott gehen. Das ist natürlich mitten in der Nacht äusserst unangenehm. Es gibt offenbar nur 1 Schiff, nämlich die Norröna und die pendelt non stopp zwischen Dänemark und Island! Und um so früher man die Kabine verlässt, um so besser, dann hat man auch Aussicht auf einen Sitzplatz in den Räumen, die dem Touristen sonst zur Verfügung stehen! Wenn alle mit ihrem Gepäck unterwegs sind, kanns etwas eng werden.

Island Tag 27/28 Dienstag/Mittwoch 23./24. 7. 19 Von Laugarfell nach Seydisfjördur

Der Parkplatz vor dem Haus in Laugarfell war ok. Er zwar auch bis Mitternacht frequentiert von Besuchern des Hotels und der Hot Pots, welche um 23 Uhr schliessen. Der Andrang war immens. Nachmittags waren wir allein in den Quellen. Wahrscheinlich ist dieses Hotel/Restaurant /Hot Pots in einem Paket der Reiseveranstalter enthalten, denn es waren nur Touristen mit Mietwagen. Eine wunderschöne Location. Island pur und für einen Touri/ Island in 8 Tagen, eine gute Alternative! Und das sage ich nicht nur, sondern es waren 2 Deutsche hier, die mit einem „Duster“ unterwegs sind und eben dieses Programm haben!

Mit dem „Duster“ abfahren, was man in 8 Tagen erreichen kann. Wenn man hier oben war, hat man schon mal: „Wasserfall“, „Hot Pot“, Hochebene, Moore, Schafe, Renntierfleisch essen im Restaurant, Nebel, Regen, 8 Grad, auf der „Must due Liste“ abgehakt!

Die Gruppe Spanier, die hier waren, haben wahrscheinlich die spanische Verwandte, die hier arbeitet, besucht?

Spanier essen spät, sind etwas lauter, fröhlicher und so war bis nach Mitternacht reges Treiben auf dem Parkplatz. Aber anschließend genossen wir die Ruhe und frische Luft!!

Die Fahrt hinab nach Egilstadir und dann weiter nach Seydisfjördur war recht schön,

doch als wir den Pass Fjardarheidi überqueren, der nach Seydisfjördur führt, war der Blick getrübt durch Nebel! Kein Nebelfoto!

War am Ankunftstag (27.6.19) Sonnenschein, der See mit leichtem Eis bedeckt und bläulich schimmernd, ist er heute zwar eisfrei, aber total düster und nebelverhangen! Waren wir an diesem Tag voller Erwartung und Freude, Neugierde und Spannung, ist heute unsere „Islandreiselust“ extrem zurückgegangen! Wobei das Wetter nicht das grösste Übel ist. Mit schlechtem Wetter haben wir gerechnet und wir sind gut gerüstet hier angereist. Auch haben wir viele Touristen erwartet! Aber dieser Andrang und das ärgerliche ist, es sind keine Reisenden, sondern wahre Touristen.

Gut, das habe ich ja schon oft erwähnt und es wurde von Mal zu Mal schlimmer!

Vor einigen Tagen haben wir deshalb beschlossen, unseren Aufenthalt zu verkürzen! Dieter hat die Passage auf der Fähre umgebucht! Aus diesem Grund sind wir auch heute schon in Seydisfjördur

und morgen um 10:30 Uhr werden wir zurückreisen. Das ist das Schöne bei Reisenden, sie sind frei in ihren Entscheidungen, zumindest bis zu einem gewissen Punkt!

Wir treffen Kurt und Ingrid. Die Freude ist gross. Auch sie fahren am Donnerstag mit der Fähre! Bei ihnen war dies der Plan und auch sie sind genervt, von den vielen Touris! Ingrid+Kurt sind bereits seit April auf der Insel, da waren noch nicht so viele Touristen unterwegs auf der Insel. Die Saison beschränkt sich auf die Monate Mai, Juni, Juli, August und jetzt ist peak season!

Verbringen einen netten Abend mit Ingrid+Kurt. Angeregte Unterhaltung! Machen Pläne, hören uns an, was die beiden für Pläne haben!

Kurt klärt mich auf: der Unterschied zwischen Tourist und Reisendem ist wohl der: „Der Tourist weiß nicht wo er ist und war, der Reisende, weiß nie wohin seine Reise ihn führt“! Oder zumindest so ähnlich! Auch Kurt+Ingrid betrachten sich als Reisende! So wie wir!

Mache noch eine Runde über den Platz! In einigen Stunden wird er wieder überfüllt sein! Er schaut jetzt schon aus, wie der 16 m Raum eines fleissig trainierenden Fussballvereins.

Morgen fahren die Menschen wieder zurück! Das Abenteuer Island ist vorbei!

Das Drama heute Morgen bei den Waschräumen, wieder grausam! 3 Damen WCs, 2 Herren WCs+Urinal! Schlange stehen wie…..aber das habe ich ja schon des öfteren erwähnt!

Der Campingführer wirbt: auf 2 Plätzen befinden sich Stellplätze für insgesamt 100 Campingwagen mit Stromanschluss………da erübrigt sich jede weitere Erläuterung!

Fazit: eine wunderschöne Insel, die wohl im Lauf der kommenden Jahr an ihre Grenzen stossen wird, wenn nicht schon geschehen, sofern nicht ein Konzepz erarbeitet wird, welches die Ströme zu bändigen weiss! Habe mit einigen Nicht-Isländern gesprochen, die von ihren Heimat- Ländern aus, Reisen organisieren! Es wird also auch der Verdienst für die lokalen Veranstalter entsprechend geringer werden!

Einige Hotelbusse aus Polen und Tschechien haben wir schon gesehen, auch der Deutsche Unternehmer „Rotel“ ist auf der Insel! Die Kreuzfahrtschiffe sind das Tüpfelchen auf dem „i“, auch wegen der Belastung der Meere!

In unserem gesamten Reiseleben, das 1. Mal, dass wir ein Land früher als geplant verlassen, weil wir uns unwohl fühlen, nicht wegen dem Land und dessen Bewohnern, sondern………..! Die Freiheit des Reisenden.

2 Tage Fähre! Einige Tage Heimfahrt!

Und dann erwartet uns vermutlich der nächste Schock! Vom Regen in die Traufe! In unserem Fall: in die Hitze!!!

Stay tuned…

Island Tag 26 Montag 22. 7. 19 Von Camping Fjalladyrd im Mödrudalur nach Laugarfell

Der Platz war schön, aber wieder gut gefüllt, trotz Regen. Auch in der Nacht und am Morgen Regen 7,5 Grad.

Hier noch einige Fotos von den „Torfhäusern“. Es ist sehr schön zu sehen, wie an den Seiten die Torfschichten das Haus schützen!

Die Wiese war sehr nass. Der Weg hinauf zur Strasse war etwas schwierig, ein WoMo brauchte mehrere Anläufe, Dieter mit „Schmackes“ erster Anlauf geglückt!

Überlegen, wie wir den heutigen Tag gestalten wollen. Fahren in Richtung Eglistadir zum Einkaufen und dann weiter ins Hochland mit Ziel Laugarfell!

Das Wetter ist etwas besser geworden, es regnet nicht mehr! In den Bergen hängt jedoch der Nebel und da wollen wir hin!

Fahren trotzdem und sind wie erwartet, als wir die Hochebene erreichen im Nebel. Niesel, Nebelnässen!

Bei diesem Wetter, es hat zwischenzeitlich wieder 7,5 Grad, in der Stadt waren es immerhin 12 Grad, würde uns ein Bad gut tun!

Kurt hat uns gesagt, es gibt auch die Möglichkeit zum campieren!

Die freundliche Frau in dem Haus/Hotel/Restaurant bestätigt, dass wir für 2500 ISK pP campieren können. Incl. Benutzung der Sanitäranlagen und der Hot Pots. Prima. Wir bleiben!

Die Hot Pots sind angenehm, 38 und 42 Grad. Wir genießen es.

Die Waschräume und WC sauber, keine weiteren Camper! Noch nicht!

Die junge Frau kommt aus Spanien und erklärt mir, warum auf dem Schild an der Strasse nicht erwähnt wird, dass es Campmöglichkeiten gibt! Sie haben nicht die Kapazität und deshalb lassen sie nur sporadisch Touristen hier campieren. Die Kapazität haben sie alle nicht, die Campingplätze! Sie werden überrollt und sind dem Touristenstrom nicht gewachsen, das hat mir Örn aus Reykjavik bereits am 1. Tag gesagt!!

Hier sei erwähnt, dass Örn der einzige Isländer ist, ausser der Frau in der Post, die meine Ansichtskarten auf den Weg brachte, mit welchen ich gesprochen habe! Die Angestellten auf den Campingplätzen, die über die Campingcard abgerechnet werden, sind vorwiegend Saisonkräfte aus der ganzen Welt. Gestern die jungen Leute waren aus Polen, leider etwas dreist, die Jungs gestern! Heute die junge Frau aus Spanien….und so hatten wir Kontakt zu Menschen aus…….China, Rumänien….aber leider keinen Kontakt zu den Einheimischen, weil die offensichtlich, woanders campieren, wenn überhaupt! Schade, habe auf unseren Reisen immer versucht auch mit den Menschen im Land zu reden und etwas über deren Leben zu erfahren.

Geniessen die warmen/heissen Bäder! Schön ruhig hier oben, wollen hoffen, dass es so bleibt!

Island Tag 25 Sonntag 21. 7. 19 Von Camping Bjarg/Myvatn zum Fjalladyrd im Mödrudalur.

Ein schöner gepflegter Campingplatz, Camping Bjarg mit Blick auf den Myvatn (Mückensee)! Doch leider, wie überall die Campingplätze in Island, am Abend hoffnungslos überfüllt! Die letzten Autos kamen bis gegen Mitternacht! Ich kam mir vor, wie auf der Caravan+Boot! Verständlich, dass man die Massen der Touristen zusammenhalten will, aus Sicht der Einheimischen! Es sind leider die meisten dieser Touristen keine wirklichen „Naturmenschen“, wobei sie doch beinhart bei 11 Grad+Niesel im Freien sitzen!!

Nettes oder eher unnettes Erlebnis heute Morgen auf dem Wanderparkplatz „Vindelgjarfjall“: Der männliche, erwachsene Tourist steigt aus seinem Mietwagen, den er 50 cm vom Albergo entfernt geparkt hatte, stellt sich neben die Schiebetüre vom Albergo und erleichtert sich!! Eine Pfütze hinterlassend, wie von einem ausgewachsenen Ochsen!! Als er sich wieder umdreht (er hat nicht gesehen, dass ich auf dem umgedrehten Beifahrersitz im Auto sitze)schaut er mich an und grinst! Ich hab ihn dann gefragt, warum er nicht vor sein Auto pisst? Die Antwort: ich habe ja nicht an ihr Auto gepisst! Super dachte ich mir! Ich muss also dankbar sein, dass er nicht an das Albergo gepisst hat! Ob er das gut findet, wenn ich aussteige und in seine Sappe steige, fragte ich ihn?? Keine Antwort! Aber anscheinend will er auch nicht in die Sappe treten, sonst hätte er ja vor seine Autotüre gepisst! Das sind vermutlich die Kandidaten, die zu „Raucherzeiten“ ihren Autoaschenbecher am Parkplatz entleert haben und in ihrem Zuhause musste man die Schuhe schon im Hof ausziehen! Der Parkplatz ist gross genug, da würde ich meinem Kind geraten haben, etwas abseits zu gehen! Das hat die Mutter offensichtlich bei diesem Zeitgenossen versäumt!! Und solchen Gestalten begegnet man man hier des öfteren! Fast überall sind diese Dumpfbacken anwesend! Und wenn man sie nicht mehr da sind, dann merkt man, sie waren da!!!

Als ich in Ägypten beim Schnorcheln einmal einen dieser Ignoranten fragte, warum er seine nasse Schnorchelausrüstung auf meiner Liege ablegt, von der ich gerade aufgestanden bin, meinte er: „ist doch nur Wasser!“ Gut, dann legen Sie doch bitte die Sachen auf ihre Liege, ich hätte lieber eine trockene Liege! Unverständlicher Blick, als Antwort! Schlimm!

Dieter geht auf den „Vindelgjarfjall“. Ich erkunde die Gegend hier unten am See. Wetter durchwachsen, leichter Nieselregen. Kein Nebel!

Heute wird es ein spannender Tag! Fast alles was Island an Naturwundern und -schönheiten zu bieten hat, wird uns heute „präsentiert “ werden!

Vulkane und Krater, auch „Pseudokrater“, wir lesen darüber, erkennen aber keinen Unterschied.

Seen!

Bizarre Lavalandschaften in Dimmuburgum!

Die blaue Lagune Jardbödin, die zum Baden einlädt!

Das Hochtemperaturgebiet um den Namafjall mit den stinkenden, brodelnden Schlammtöpfen und farbigen Fumarolen!

Die wüstenartige Hochebene Holsfjöll.

Berge, wie beim Hütchenspiel nebeneinander aufgereiht!

Und zuletzt der wunderschöne Platz Fjalladyrd im Mödrudalur, wo wir campieren werden! Der höchstgelegene Bauernhof Islands, so die Werbung!

Er liegt etwa in der Mitte zwischen Egilsstaðir im Osten und dem Mývatn im Westen.
Der Hof mit seinen Wiesen ist umgeben von der nach ihm benannten wüstenhaften Gegend Möðrudalsöræfi.

Mit 469 m ist er der am höchsten gelegene noch heute ständig
bewohnte und bewirtschaftete Hof im Land. In der Hauptsaison (Mai bis
September) gibt es einen Informations- und gastronomischen
Versorgungsbetrieb für Besucher. In der Nähe befinden sich der Berg Herðubreið, der Vulkan Askja und das Gebirgsmassiv der Kverkfjöll

Island Tag 24 Samstag 20. 7. 19 Von Camping Siglufjördur nach Camping Bjarg/Myvatn

Die Nacht war fast ruhig hier am Hafen auf dem Campingplatz, was aber eher als Parkplatz mit Klo und Dusche zu verzeichnen ist. Zugänglich für jeden, entsprechend unsauber waren die Waschräume! Ein einsamer Mensch oder ein Irrer drehte einige Runden über den Platz, mit lauter Musik, fuhr mit röhrendem Motor die Hauptstrasse entlang und kam in regelmässigen Abständen wieder!!! Na ja, Irre gibt es überall!

Heute Morgen war es sonnig! Es hat aufgehört zu regnen. Wir sehen erstmalig wie hübsch Siglufjördur eigentlich liegt. Umgeben von Bergen, mit dem relativ grossen Hafen.

Es ankert ein Schiff und eine grosse Anzahl von Menschen übertfluten den kleinen Ort!

Sie steuern auf das Heringsmuseum zu.

Die Heringsschwärme sind weg, die Menschen ohne diese Einkommensquelle, dafür kommen die Touristen! Sie werden begleitet von einem Tross Animateure! Es wird ein Video gedreht, ein Gitarrist sorgt für musikalische Untermalung! Die Fenster des Museums öffnen sich. Frauen in der Tracht der Menschen zur Zeit der Fischerei halten Krüge aus dem Fenster und singen (?) oder rufen vermutlich Begrüssungsworte!! Ein richtiges Spektakel! Spreche eine frisch gesteilte Lady( 80+), mit adretter Wasserwellen-Frisur an, woher sie denn kommen? Sie kommt aus Texas!

Blick zurück auf Siglufjördur

Das Museum öffnet erst um 10 Uhr und vermutlich ist jetzt auch nicht unbedingt der günsigste Moment, um in das kleine Museum zu gehen! Lesen die Schautafeln und erfahren, wie es zur Zeit der Heringsfischerei hier war!

Nach Siglufjördur müssen wir 3 unangenehme Tunnel durchqueren und gelangen nach Olafsfjördur, einer ebeso hübschen Hafenstadt!

Die Reise entlang des Eyjafjördur ist bei gutem Wetter sehr eindrucksvoll. Als nächstes erreichen wir die Hafenstadt Dalvik. Von hier fährt ein Schiff auf die Vögelinsel Grimsey, die am nördlichen Polarkreis liegt! Nicht zu verwechseln mit der kleinen Insel Grimsey gegenüber von Drangsnes, wo wir vor einigen Tagen waren!

Alle diese Hafenstädtchen werden gerne von Touristen besucht, von hier starten auch wieder Ausflugsboote zur Walbeobachtung!

Als nächstes erreichen wir Akureyri, die Hauptstadt des Nordens. Bekannt durch eine hübsche Altstadt, so der Reiseführer und einer eher nicht so schönen Kirche, was unser Urteil betrifft!

Im Hafen ankern 3 grosse Kreuzfahrtschiffe und einige kleinere Schiffe. Entsprechend umtriebig ist der kleine Ort! Das internationale Kreuzfahrtpublikum wälzt sich durch die Gassen, bevölkert Cafes und Souvenierläden. Wir gesellen uns dazu, kaufen uns ein Eis bei „Valdis“!

Und flanieren ebenfalls durch die Gassen. Ausser einer kleinen Fussgängerzone mit einigen hübschen Häusern und der Kirche ist nicht viel zu sehen! Ein hübsches Hafenstädtchen!

Der Trubel ist uns etwas zuviel und wir fahren weiter.

Lustig: die Ampel zeigt ein rotes Herz, wenn man warten muss!!

Nach Akureyri durchfahren wir den 2018 fertiggestellten Tunnel. Sehr gut! Nicht wie die vorhergegangenen einspurigen, etwas dunklen Tunnels, mit Ausweichbuchten!

Das Wetter hält sich offenbar? Erreichen den Myvatn, einen sehr schönen See, an welchem wir heute beim Camping Bjarg

bleiben werden.

Der Myvatn, auch „Mückensee“ (wegen der zahlreichen Mücken zu bestimmten Zeiten) ist eines der „Must visit Plätze“ auf der Liste der Islandreisenden, und zwar wegen seiner aussergewöhnlichen Vielfalt der Fauna und Flora und der äußerst vielseitigen Lavaformationen und dem recht aktiven Vulkanismus. Dieser geht von dem etwa 40 Kilometer langen Vulkansystem des Zentralvulkans Krafla aus. Die letzten Ausbrüche in der Gegend fanden von 1975 bis 1984 statt.

Diese unterschiedlichen Formationen konnten wir schon bestaunen, auch die vielen Krater und Pseudokrater, die jedoch nicht selbst vulkanisches Material ausgestoßen haben, sondern durch das explosive Zusammentreffen von Lava und Wasser entstanden sind.

Der See weist eine Fläche von 37 km² auf. Er ist damit der viertgrößte See der Insel. Er ist relativ flach, im Durchschnitt etwa 2,3 m.

Die Gipfel des Vindbelgjarfjall

im Norden des Sees und des dampfenden Námafjall im Nordosten bieten einen schönen Ausblick über den See. Auf beide führen Wanderwege. Dieter will morgen auf den Vindbelgjafall ein lohnender Aussichtsberg, allerdings nur bei guten Wetter.

Hat bis vor kurzem die Sonne gescheint und wir haben das Dach aufgestellt, regnet es jetzt schon wieder. Innerhalb einer Stunde kann man von Windjacke, Mütze, Handschuhe, Gummistiefel zu kurzen Hosen wechseln! Habe ich eben beim tschechischen Nachbarn gesehen!!

Kurt hat uns den Platz als besonders schön empfohlen! Ist er auch. Sehr gepflegt, die Parkplätze markiert, die Wiese für Zelte sehr hübsch! Es scheint auch ein beliebter Platz für Reisegruppen zu sein. Der Hotelbus Pangeo -den wir bereits bei ???? getroffen haben- aus Tschechien ist schon da!

Eine kleine „Zeltstadt“ mit orangefarbenen Zelten steht bereit.

Einige Plätze sind mit „Reserviert“ gekennzeichnet! Fehlt nur noch „Rotel“ dem sind wir ja auch schon begegnet sind!

Campingcard wird nicht akzeptiert. 2000 ISK pP/Tag.

Island Tag 23 Freitagtag 19. 7. 19 Von Camping Hvammstangi nach Siglufjördur

Der Campingplatz Kirkjuhvammur in Hvammstangi ist sehr groß, hübsch angelegt über mehrere Wiesen, es gab daher auch kein Gedränge. Etwas ausserhalb der netten Ortschaft! Der Aufenthaltsraum gut, ebenfalls ein prima Internet! Wetter auch gut, ausser einem heftigen Sturm, dass wir Bedenken hatten, das Dach zu öffnen. Ging dann aber gut! WCs zu wenig für die Saison!!

Der Spaziergang zur Kirche und den Überresten eines Hofes,

der hier einmal gestanden haben soll, interessant, weil die Natur egal wohin man spaziert immer Überraschungen bereit hält! Heute wieder Blumen und ein mäanderndes Bächlein, weiche Torfwiesen, die Wege wie mit Schaumgummi unterfüttert!

Heute ca. 200 km schöne Küsten- und Gebirgsstrassen. Das Wetter durchwachsen. Auch wieder Nebel!

Was uns auffällt, dass die Gegend, die wir durchfahren, r e l a t i v dicht besiedelt ist! Oft schöne, teilweise sehr grosse Gehöfte!

Mit Pferden und Schafen auf den umliegenden Wiesen! Auch Kühe! Immer wieder werden Reit Angebote gemacht! Es gibt auch ein Gestüt, dass sich ausschließlich mit den Islandpferden befasst, man könnte es anschauen und näheres über die Pferde erfahren! Ich habe gehört, dass es auf Island überhapt keine anderen Rassen geben darf?? Ob das stimmt weiss ich allerdings nicht! Es fehlt uns allerdings am „Pferdeverstand“!

Wir geniessen die Fahrt! Lesen die Sagen, die auf den Schautafeln stehen. Sehr spannend.

Diesmal von den 3 Raben die dem Wikinger…..den Weg weisen!!

Unser Ziel heute: Siglufjördur. Der Campingplatz

ist am Hafen,

mitten in der Stadt!

Es regnet und es ist neblig! Kein Bummelwetter für die Stadt! Kurt hat vom Restaurant „Hannes Boy“ erzählt,

welches hier am Hafen ist. Sie haben toll gegessen. Wir haben keine so grosse Lust zum Ausgehen! Dieter freut sich auf Bratkartoffeln mit Ei!

Island Tag 22 Donnerstag 18. 7. 19 Von Camping Drangsnes nach Hvammstangi

Gestern erstmalig das Gefühl von etwas Freiheit beim Campieren auf Island erlebt! Der Campingplatz in Drangsnes lag wunderschön mit Blick auf die kleine Insel Grimsey einige Kilometer entfernt! Leider ist meine Kamera nicht gut genug. Die weissen Punkte sind Papageientaucher!

Es waren nur wenige Besucher hier, die alle vielleicht auch ein wenig die Ruhe dieser wunderbaren Umgebung geniessen wollten. Keiner stellte sein Tischen neben dem Kotflügel des Albergo auf und entkorkte eine Flasche Wein, obwohl das Wetter wirklich prächtig war. Nur heftiger Wind!! Wir haben es genossen!

Plaudere am Abend noch mit 2 jungen Männern aus Polen. Sie zeigten mir Bilder von Buckelwalen, welche sie hier in der Bucht fotografiert haben. Lassen mich durch ihr tolles „Swarowski“ schauen und ich kann die Papageientaucher auf der kleinen Insel Grimsey beobachten! Toll!

Wir wollten eigentlich eine Bootsfahrt zur Insel machen. Beobachten von unserem Platz aus das Schifflein, welches um 9:00 Uhr den Hafen verlässt. Die Botsfahrt soll 2-3 Stunden dauern. Aufenthalt auf der Insel 1-2 Stunden! Das Wetter ist gut, wir überlegen, ob wir Nachmittag vielleicht mitfahren!

Das Schifflein umrundet die Insel und kommt in einer knappen Stunde wieder zurück?? Wir vermuten, dass die See zu stürmisch ist und der Landgang nicht stattfinden kann. Es bläst ein strammer Wind seit gestern, fast Sturm! Also lassen wir die Bootsfahrt und behalten die Eindrücke in Erinnerung und holen uns die Bilder der Papageientaucher und Wale in Argentinien und auf der Vogelinsel Runde zurück!! Wie auch die Walbeobachtungen vor Andenes/ Vesterålen! „Kopfkino“ funktioniert noch!

Video: The great geothermal tubs on Drangsnes village’s rocky beach

https://icelandmag.is/article/video-great-geothermal-tubs-drangsnes-villages-rocky-beach

Besuchen die Hot Pots.

Schauen einladend aus! Aber wir sind eben doch keine Isländer! Ausserdem habe ich vom letzten Bad im freien noch immer einen Schnupfen! Heute 10 Grad. Da bräuchte man doch unbedingt eine „Hallabadkapp“!

Heute ist wieder „Fjordausfahren“ angesagt zum ca. 180 km entfernten Hvammstangi! Leider kommen wir bald in einen hässlichen Küstennebel! Schade, keine Wasservögel……..keine Ausblicke!

Eine Sache die mich schon die gesamte Reise beschäftigt: warum die unterschiedlichen Farben der eingepackten Heuballen? Heute mal alle zusammen. Toll!

Es fehlt schwarz, das gibts auch noch!

Trotzdem unterhaltsam und kurz bevor wir die Gegend „Nordurland“ erreichen lichtet sich der Nebel, aber dafür stürmischer Wind!